Kaffee aus Burundi — das Rotheca Project und die Frauen hinter deinem Decaf

Kaffee aus Burundi — das Rotheca Project und die Frauen hinter deinem Decaf

Burundi, Bourbon, Swiss Water — das Rotheca Project

Es gibt Kaffees, die eine Adresse haben. Dieser hier kommt aus Kirundo und Muyinga, zwei Provinzen im Norden Burundis, von Hängen auf 1.500 bis 1.800 Metern Höhe, wo Flüsse, Höhenklima und gleichmäßiger Regen ideale Bedingungen für Bourbon-Varietäten schaffen.

Was ihn besonders macht: 80% der Farmen werden von Frauen bewirtschaftet oder geführt. Und hinter diesem Netzwerk steht eine Organisation, die das nicht als Marketing-Claim behandelt, sondern als operative Realität.

Kalico — gegründet von Angèle Ciza

Angèle Ciza gründete Kalico (Kahawa Link Company) 2012 in Burundi. Sieben Waschstationen, hunderte Kleinbauern, ein klares Ziel: Specialty-Qualität aus Burundi produzieren und Kaffeebäuerinnen direkte Marktanbindung verschaffen.

Ciza verstarb 2022. Ihr Sohn Alexandre Shaka Mugisha führt Kalico weiter — mit demselben System.

Die Waschstationen Muramba und Butihinda verarbeiten den Kaffee für das Rotheca Project. Über 2.400 Kleinbauern liefern dort ihre Ernte ab, die meisten bewirtschaften weniger als einen Hektar.

Was Kalico konkret tut

  • Landwirtschaftliche Schulungen zu Ernte-Selektion und Qualitätspraktiken
  • Stipendien für Schulgebühren von Mädchen
  • Mikrofinanzierung für Betriebsmittel
  • Angèle Cizas eigene 10-Hektar-Plantage beschäftigte über 100 Frauen und übernahm Schulkosten für Mitarbeiterkinder

Das Rotheca Project läuft seit vier Erntezyklen. Kein Pilotprojekt mehr.

Vom Kirschfleisch in die Tasse

Nach der Ernte (März bis Juli) werden die Kirschen selektiv von Hand gepflückt. Dann: Flotation, um unreife Kirschen auszusortieren. Pulping, 14 Stunden Fermentation, Waschen. Anschließend 10 bis 14 Tage Trocknung auf erhöhten Trockentischen unter freiem Himmel.

Das Ergebnis ist ein Washed-Kaffee mit sauberem, weichem Profil — Karamell, geröstete Mandeln, milde Säure.

Die Entkoffeinierung übernimmt das Swiss Water® Verfahren: ausschließlich Wasser und Aktivkohlefilter, kein Lösungsmittel, Koffeingehalt unter 0,1%. Wie das genau funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Warum dieser Kaffee bei Sortengold

Wir beziehen den Rotheca Decaf, weil er zwei Anforderungen erfüllt, die die meisten entkoffeinierten Kaffees nicht gleichzeitig schaffen: Herkunftstransparenz und Trinktauglichkeit im Alltag.

Kein Kaffee, den man einmal probiert und bewundert. Einer, den man täglich trinkt — abends, vor dem Schlafen, in der zweiten Tageshälfte.

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Zubereitungsempfehlung

Filterkaffee (Chemex, French Press), Vollautomat oder sanfter Espresso. Mahlgrad eine Stufe gröber als für normalen Espresso — entkoffeinierte Bohnen extrahieren etwas schneller.


Hinter diesem Kaffee stehen Angèle Cizas Aufbauarbeit, ihr Sohn Alexandre, 2.400 Bäuerinnen in Burundi — und das Swiss Water® Team, das die Entkoffeinierung ohne Kompromisse umsetzt.

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